hard facts – Meine Randnotizen

Zahlen, Fakten, Zitate… und der OMG des Tages

11. Februar 2018
Zitat des Tages:
„[W]enn wir etwas kaufen, bezahlen wir nicht mit Geld. Wir bezahlen mit unserer Lebenszeit, die wir aufwenden mussten, um dieses Geld zu verdienen.“
Wow.
6. Februar 2018
Statement des Tages: Klimaforscherin Brigitte Knopf über die Klimapolitik Deutschlands
„Inzwischen haben wir die absurde Situation, dass sogar der Bundesverband der deutschen Industrie im Klimaschutz ehrgeiziger ist als die Regierung.“
Yeah.

31. Januar 2018
OMG des Tages: Neues Geschäftsmodell: „Kaufen um entschädigt zu werden“

Axel Kruschat, Landesgeschäftsführer des BUND in Brandenburg: Der neue Besitzer der von Vattenfall verkauften Lausitzer Braunkohle, EPH, wolle gar kein Geld mit Strom verdienen, sondern „setzt darauf, dass der Ausstieg aus der Kohlekraft, der zwangsläufig notwendig ist um die Klimaziele zu erfüllen, ihnen dann vergütet werden muss.“

Die gute Nachricht hinter der schlechten: Das sind Rückzugsgefechte. Und die macht man nur, wenn einem die Felle wegschwimmen. (Shit, aber es dauert zu lang!)

Quelle: http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/21967-eph-spekuliert-auf-den-kohleausstieg (Abrufdatum: 31.1.2018)

 


30. Januar 2018
OMG des Tages:
Diesel: Im Zeichen des Mammon

Mit Diesel eindieseln… Erst Affen-, jetzt Menschen-Tests… erinnert Ihr Euch noch, wie dann irgendwelche Rind-Farmer und Politiker in BSE-Zeiten demonstrativ Rindfleisch aßen…? Was sagt uns das? Wird die VW-Chefetage uns persönlich die Unbedenklichkeit von Diesel demonstrieren? Assistiert von gewissen Verkehrspolitikern?

… Kennt Ihr das, dass Eure vom Humanismus geprägte Erziehung für einen winzigen Moment einem zutiefst zynischen Gedanken weicht…?

Ich will: Frei atmen. Gesundheit. Lebenswerte Stadt. Das sind Grundrechte. Hingegen gibt es keine Grundrechte auf Shareholder Value, Boni, Atem-Luftverschmutzung, Parkplätze, Verkehrslärm und schrankenfreien Ressourcenverbrauch.

vgl. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vw-daimler-bmw-was-hinter-der-forschungsinitiative-eugt-steckt-a-1190445.html


26. Januar 2018
OMG des Tages: Gerichtsentscheid: Ein neues Kohlkraftwerk für Wedel.
Super, dann haben wir mehr Arbeitsplätze.
Aber im Ernst: Das Teil soll noch 2050 Strom produzieren. Hääää?
„Weil die Klimaziele des Bundes zwar in internationalen Vereinbarungen zugesagt worden waren, aber eben keine bundesdeutschen Gesetze seien, kann nach Ansicht des Gerichts nicht [gegen die int. Vereinbarungen] verstoßen werden. Im Klartext: Die Klimaschutzvereinbarungen sind nicht einklagbar und somit nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurden.“
Quelle: Veit, Sven-Michael (2017): „Fossiles Denken.“ In. Taz, 29.9.2017, S. 21 https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5450859&s=Fossiles+Denken/

23. Januar 2018

OMG des Tages

„Wir nehmen allein in Südamerika als Bundesrepublik Deutschland eine Ackerfläche von der Größe von Mecklenburg-Vorpommern in Anspruch, um die Tierfabrik (mit jährlichen 800 Mio Schlachttieren) in Deutschland am Laufen zu halten.“ (Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzender auf der internationalen Agrar-Konferenz „Hunger auf Veränderung 2016“: 21.11.2016)

D.h. wir Deutschen machen z.B. in Brasilien mit unserem Lebenswandel nicht nur den Regenwald kaputt, sondern auch die Kleinbauern, die von den industriellen Farmern bzw. vom Staat vertrieben wurden z.B. in Brasilien (vgl. Doku „We Feed The World“) – und diese vormaligen Kleinbauern HUNGERN.

  • Dann füttern wir unsere Tiere mit dem Gen-Soja (dessen Saat & Glyphosat „Round up“ von Monsanto oder dessen Lizennehmern teuer verkauft wird)
  • Und dann exportieren wir von den geschlachteten Tieren all die Körperteile und Reste, die wir Deutschen /Europäer nicht essen mögen auf die afrikanischen Märkte und machen dort per Dumping die lokalen Bauern kaputt. (vgl. sowohl Hofreiter als auch „We Feed…“). Das gleiche machen wir übrigens mit unserem überschüssigen Gemüse.
  • Und manche Deppen beschweren sich dann, dass Entwicklungshilfe nichts bringt (aktueller Artikel in der SZ, keine Lust, den Autor zu nennen, sorry.)

Anton Hofreiters Rede: http://www.youtube.com/watch?time_continue=257&v=sPetnYuHyNI


20. Januar 2018
Zahl des Tages: 100.000
Hunderttausend Menschen sterben jährlich an Schlangenbissen, „dreimal soviele überleben die Vergiftung, sind jedoch auf Dauer behindert. Sie sind blind, haben Arme verloren oder können Bewegungen nicht mehr koordinieren.“ Gummistiefel bei der Ernte und eine „unpatentiöse“ Verbreitung der in den meisten Fällen guten Gegengifte könnten hier viel Abhilfe schaffen. Das seien wesentlich mehr Tote als bei Ebola insgesamt. „Aber weil Schlangenbisse sich nicht wie eine Infektion über Grenzen hinweg verbreiten können, gibt es dafür im industrialisierten Westen kaum Aufmerksamtkeit.“
(Quelle: Hellner, Clara (2018): „Die Schlange war’s“. in: DIE ZEIT, 4.1.2018, S. 37)

 


 

17. Januar 2018

OMG des Tages: VW hat eine Ethikbeauftragte

„Die „Ethikbeauftragte[…] des VW-Konzerns […], Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband und frühere SPD-Politikerin verließ 2017 den Volkswagen-Vorstand, in dem sie für ‚Integrität und Recht‘ zuständig gewesen war, nach 13 Monaten mit einer Abfindung von 12,5 Millionen und einer lebenslangen Monatsrente von 8000 EUR, zahlbar schon ab dem 1. Januar 2019.“ (Hacke, Axel: „Anstand“. In: DIE ZEIT 24.8.2017, S. 53)

 


18. Dezember 2017
Zahl des Tages: 85 Pferdestärken, was bedeutet das?
„Ich saß [in einer Auto-Fahrstunde] in einem VW Golf, der hatte 85 PS unter der Motorhaube, also 85 Pferdestärken, und ich stellte mir vor, wie bei uns im Garten 85 Pferde aufgereiht würden, nur um mich zu transportieren. Und ich dachte: Das ist doch bar jeder wirtschaftlichen Effizienz, das kann doch nicht vernünftig sein.“
Dirk Gebhardt, Fotograf, Jg 1969 über sein Auto-loses Leben in:
Keil, Frank (2017): „Quer durch Deutschland“. in: Hinz und Kunzt 10/2017, S. 16

7. Dezember 2017
Zahl des Tages: 112 Milliarden für Fossiles
„Jedes Jahr subventionieren die europäischen Steuerzahler [der elf größten EU-Länder] den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas mit mindestens 112 Milliarden Euro. … 21 Milliarden davon fördern allein den Dieseltreibstoff. … Der Bericht zählt nur die direkten Subventionen.“
Pötter, Bernhard (2017): „Steuergeld als Klimakiller“. In: taz, 29.9.2017, S.9
https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5450868&s=Steuergeld+als+Klimakiller/

29. November 2017
Zahl des Tages: 10 Prozent – die chinesische E-Auto-Quote
„Ab 1.1.2019 müssen Autobauer „im ganzen Land sowohl bei Produktion als auch beim Verkauf eine Mindestquote erfüllen. Jedes zehnte in der Volksrepublik abgesetzte Fahrzeug muss dann ein Elektro- oder ein Hybridauto sein. Bereits ein Jahr später liegt die Quote bei 12 Prozent.“ Die Akkus der Autos müssen offensichtlich von chinesischen Herstellern stammen. Und das alles vor dem Hintergrund, dass China der größte Absatzmarkt für deutsche Autohersteller ist.
Lee, Felix (2017): China gibt E-Auto-Quote vor“ in: taz 29.9.2017, S. 8 https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5448448&s=elektroautos+felix+lee/

16. November 2017
Zahl des Tages: Jede dritte Neuzulassung in Norwegen ist ein E-Auto.

vgl. Rother Richard (2017): „Im Paradies der Elektromobile“ in: Taz 24.8.2017, S. 5

 


 

7. November 2017

Zahl des Tages: 1

Seit heute ist genau 1 Land nicht Teil des Weltklimavertrags. Sozusagen der Klassenarsch. Wobei zu betonen ist, dass damit nicht die Bewohner dieses einen Landes gemeint sind, sondern deren sog. Präsident.

Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/syrien-tritt-als-letztes-land-klimavertrag-bei-nur-usa-draussen-a-1176837.html

 


 

3. November 2017

Zahl des Tages: 25.000 Todesfälle durch Antibiotika-Resistenzen. Eine Ursache: Billigfleisch.

Antibiotika-Billigfleisch hat viele Folgen… eine davon: Resistenzen. „In Europa sterben jährlich etwa 25.000 Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken.“ … weiter im Text… „bundesweit [werden] jede Minute 112 Schweine geschlachtet… 99 Prozent der Schweine stammen aus konventionellen Betrieben… [Resistenzen sind auch] Folge gnadenloser Preiskämpfe von Discountern und des gesamten Fleischhandels…“ und noch weiter ist die Rede von „multirestitente Keime in Gülle“, die auf den Feldern landen… Punkt. Was bedeutet das für den Konsumenten? Geiz ist geil?

Quelle: „Billigfleisch. Verrätereisches Leuchten.“ in: Greenpeace Nachrichten 4/2017. S. 12-13)

 


 

24. Oktober 2017

Der OMG des Tages

Zeitfresser Nr. 1: Pendeln

  • 59,4% aller sozialversicherungspflichtigen Jobs (41,3 Mio Erwerbstätige) werden von Pendlern gemacht.
  • 68% der Pendler nehmen das Auto.
  • Die meisten davon sitzen allein im Auto.
  • Das macht 16,68 Mio Autos, die durchschnittlich zwei Stunden pro Tag nur für den Arbeitsweg bewegt werden.
  • Das bedeutet, dass bis zu 16,68 Mio Menschen durchschnittlich zwei Stunden pro Tag an qualitativer Lebenszeit verlieren.
  • Das macht dann also bei 22 Arbeitstagen pro Monat 1,5 Tage komplett im Auto sitzen pro Person (statt zu lesen, mit den Kindern zu spielen etc.) und:
  • Setzen wir mal grob 11 Monate pro Jahr Arbeit an, bedeutet das knapp 500 Stunden pro Person, d.h.:
  • Es werden jährlich rund 8 Milliarden Stunden mit Pendelei im Auto „verbrannt“.
  • Und entsprechend viel CO2, Stickoxide etc. in die Luft geblasen.
  • Und das letztlich nur, weil eine sehr geringe Zahl von Menschen („Miethaie“) dafür sorgt, dass viele Menschen nicht mehr in der Stadt wohnen können, obwohl sie es überwiegend gern würden.
  • Und allerletzlich deshalb, weil die Menschen es mit sich machen lassen. Leute, empört Euch!

Nicht ganz sachlich, aber auch nicht ganz falsch.

Aber…

Aber stellt Euch vor, was man alles mit all diesen Stunden machen könnte.

Und wie frei wir atmen könnten, wenn auch nur in 1/3 dieser „Autostunden“ kein Benzin/Diesel verbrannt würde.

 

(Kalkulation basiert auf: http://www.spiegel.de/…/auto-zwei-von-drei-fahren-pendlern-… )

 


20. Oktober 2017
Apropos… Mikroplastik.
Unvermeidbar? Quatsch.
„Seit Anfang des Jahres [2017] dürfen in Großbritannien keine Kosmetika [inkl. Shampoo etc.] mehr verlauft werden, die Mikroplastik enthalten… Ab Mitte 2017 tritt ein solches Verbot auch in den USA [!] in Kraft.“
Es gibt anscheinend ebenfalls konkrete Pläne in Frankreich, Kanada und NL.
Und in Deutschland? Bedient sich der Merkel’schen Lieblingsvokabel des „freiwilligen Selbstverpflichtung“.
Es ist einfach… simplify your Einkauf: Einmal den Haushalt checken, einmal neue Marken für den Einkauf festlegen – und fertig!
(Zitat aus: Greenpeace Magazin 2/17, S. 40)

19. Oktober 2017

OMG&Zahl des Tages: DREIVIERTEL.
„Die Zahl der Insekten in deutschen Naturschutzgebieten ist seit 1989 um mehr als drei Viertel gesunken.“

Wenn dreiviertel der Belegschaft eines Unternehmens fehlen, wieviele sind dann noch da? Gähnend leere Hallen – und funktionsfähig ist der Laden dann garantiert nicht mehr.

Der Lobbyistenverband „Bauernverband“ hat per Copy&Paste die Standardnachricht aller Lobbyisten parat und warnt vor voreiligen Schlüssel und mahnt weiteren Forschungsbedarf an, weil doch „nur“ in Naturschutzgebieten geforscht wurde.

Aber Leute, SELBST DORT, wo Eure Horrizide nicht direkt versprüht werden, ist das ganz große Sterben angesagt.

Es ist zum Kotzen.

Und wir schauen dem Sterben der Erde derweil per Smartphonebildschirm zu.

Wird jemals der Punkt erreicht, an dem mehr als die Wenigen den Kopf heben, um den Tatsachen ins Gesicht zu blicken?

(Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wissen/studie-dramatischer-insektenschwund-in-deutschland/20472776.html )


17. Oktober 2017
Ich liebe Kapitalismus!
OMG des Tages:
H&M verbrennt in Dänemark seit mind. 2013 jährlich durchschnittlich 12 Tonnen (jawohl 12.000 Kg!) Klamotten, mutmaßlich, weil Recyceln teurer ist… so schildert es ein TV-Bericht des Dänischen Senders TV 2.

12. Oktober 2017
Zahl des Tages: 145.000 neue Arbeitsplätze in D
Bis 2030 könnten durch den Umstieg auf Elektromobilität 1450.000 Arbeitsplätze entstehen, so die aktuelle Studie der European Climate Foundation (ECF). An der Studie haben auch Vertreter von Daimler, BMW und VW mitgearbeitet. Anders als pessimistischere Studien bezieht diese Studie andere Branchen mit ein – sowie die Tatsache, dass der benötigte Strom ja nicht wie das Öl aus Saudi Arabien etc. stammt, sondern in Deutschland hergestellt würde.
Mein Point of View: Klingt prima, vergisst aber vollkommen, dass es nicht darum gehen kann, jeden Verbrennungsmotor 1:1 gegen einen Akku-Motor auszutauschen. Es braucht eine Verkehrswende und in diesem Sinne: Weniger private PKWs. Und Leute, ich freu mich drauf: Was man allein mit den unendlichen Parkplatzflächen in der Stadt machen könnte… Für flexible Mobilität und eine lebenswerte Stadt!

10. Oktober 2017

OMG/Frage des Tages… von AutoBILD:
„Warum also hämmern einem Fahrradfahrer bei voller Fahrt aufs Autodach, während man sie überholt?“

Nun, ich persönlich nehme lieber meinen Haustürschlüssel und strecke meinen Arm nach links aus (Scherz) – Fakt ist: 1,5 Meter Sicherheitsabstand ist die vielleicht am meisten unbekannte Verkehrsregel aller Verkehrsregeln unter Autofahrern – und so riskiere ich täglich mein Leben zwischen Nicht-Abstandhaltern, aufgehenden Autotüren und ankündigungslos einparkenden SUV-Fahrern. In solchen Situationen hat ein Autofahrer allenfalls einen Blechschaden zu befürchten. Ich bringe mein Leben ein. Ein Auto ist ein verdammt mächtiges Instrument. Viele können mit dieser Macht nicht umgehen.

PS: Wie kann es sein, dass eine Zeitschrift so einen Schwachsinn abdruckt?

3. Oktober 2017

Zahl des Tages:

„Die 15 größten Schiffe der Welt stoßen im Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos.“

So zu lesen in den Greenpeace Nachrichten… und: „Die Weltflotte umfasst 90.000 Fracht- und Personenschiffe“.

(Quelle: 04/2016. S. 7)


28. September 2017

Zahl des Tages: 76.600 neue Arbeitsplätze, 10.000 Menschenleben

„Wenn alle Metropolen Europas mit dem 26%-Fahrradanteil von „Kopenhagen gleichziehen… würden, könnten … im ökologischen Verkehrssektor [europaweit] 76.600 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.“

Aufgrund der entfallenden Umweltbelastung und der Reduzierung von Unfällen würden auf diese Weise laut Greenpeace jährlich rund 10.000 Menschen gerettet.

(Quelle: Greenpeace Magazin 4/2014)


26. September 2017

Der OMG des Tages:

„Ich glaube nicht, dass Hurricane Harvey Gottes Strafe für Houston ist, weil sie eine lesbische Bürgermeisterin gewählt haben. Aber das ist immer noch glaubwürdiger als ‚Klimawandel‘.“

(Trump-Anhängerin und US-Kolumnistin Ann Coulter, zitiert auf Stern Online

www.stern.de/panorama/weltgeschehen/in-houston-geht-mehr-unter-als-die-stadt–wie-die-flut-die-politische-ignoranz-offenbart-7599178.html )


25. September 2017

Zahl(en) des Tages:

Pro Jahr gibt es in Hamburg allein aufgrund des Autoverkehrs durchschnittlich 31 Tote durch Unfälle, minimal 36 Lärmtote, mindestens 70 NOx-Opfer, 333 Feinstaubtote. Davon losgelöst gibt es in Hamburg jährlich 12 Tote durch Gewalt.
Letzteres ist schlimm. Aber es ist auf seine Weise ebenfalls furchtbar, dass sich über die 31 Unfallopfer sowie die weiteren 36+70+333 Toten kaum niemand wirklich aufgregt, kaum darüber berichtet wird und diese Menschen sozusagen „Wohlstandsopfer“ sind, die man hinnimmt.

Die Tatsache, dass so massiv auf Autos gesetzt wird, bedeutet allein in Hamburg statisch gesehen folglich 470 Todesopfer jährlich.

Wir können das viel besser! Für eine Verkehrswende im Sinne des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und Greenpeace:

https://www.vcd.org/der-vcd/ziele/

https://www.greenpeace.de/…/ene…/mobilitaet/fahrt-ins-gruene

Quelle der Zahlen: Frank Drieschner: „Die ungezählten Toten“. in: DIE ZEIT 17.8.2017, Hamburg-Teil, S. 4ff.


19. September 2017

Zahl des Tages:

„In den Jahren 2000–2013 hat sich die durchschnittliche Pendelstrecke um rund 2 Kilometer erhöht. Für jeden Einzelnen sind 2 Kilometer überschaubar – für die deutschen Verkehrswege bedeutet es jedoch rund 22 Milliarden zusätzliche Personenkilometer.“

Rechnet das mal um in: Atemluft.

Quelle: Ehl, David: „Wohnst du noch oder pendelst du schon“ in: Perspective Daily, 18.9.2017


10. September 2017

Zitat des Tages, by Naomi Klein:

„Was unser Klima braucht, um nicht zu kollabieren, ist ein Rückgang des Ressourcenverbrauchs durch den Menschen; was unser Wirtschaftsmodell fordert, um nicht zu kollabieren, ist ungehinderte Expansion. Nur eines dieser Regelsysteme lässt sich verändern, und das sind nicht die Naturgesetze.“ (Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima. 2015, S. 33)

Und was wir noch brauchen: Menschen, die nicht mehr auf die Politik warten, sondern handeln. Der Satz „Gehts der Wirtschaft gut, ist das auch gut für die Menschen“ ist nie falscher gewesen als heute.


2. September 2017

Zahl des Tages:

Der „Hurrikan-Spezialist beim US Zentrum für Atmosphärenforschung [Kevin Trenberth] schätzt, dass ‚etwa 30 Prozent der Regenmassen [von Harvey] durch menschlichen Einfluss zustande gekommen sind'“ (Pötter, Bernhard: „Wie viel Erwärmung in der Katastrophe?“ in Taz, 1.9.2017, S. 2)

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