hard facts – Meine Randnotizen

Zahlen, Fakten, Zitate… und der OMG des Tages

20. Oktober 2017
Apropos… Mikroplastik.
Unvermeidbar? Quatsch.
„Seit Anfang des Jahres [2017] dürfen in Großbritannien keine Kosmetika [inkl. Shampoo etc.] mehr verlauft werden, die Mikroplastik enthalten… Ab Mitte 2017 tritt ein solches Verbot auch in den USA [!] in Kraft.“
Es gibt anscheinend ebenfalls konkrete Pläne in Frankreich, Kanada und NL.
 
Und in Deutschland? Bedient sich der Merkel’schen Lieblingsvokabel des „freiwilligen Selbstverpflichtung“.
 
Es ist einfach… simplify your Einkauf: Einmal den Haushalt checken, einmal neue Marken für den Einkauf festlegen – und fertig!
 
(Zitat aus: Greenpeace Magazin 2/17, S. 40)

19. Oktober 2017

OMG&Zahl des Tages: DREIVIERTEL.
„Die Zahl der Insekten in deutschen Naturschutzgebieten ist seit 1989 um mehr als drei Viertel gesunken.“

Wenn dreiviertel der Belegschaft eines Unternehmens fehlen, wieviele sind dann noch da? Gähnend leere Hallen – und funktionsfähig ist der Laden dann garantiert nicht mehr.

Der Lobbyistenverband „Bauernverband“ hat per Copy&Paste die Standardnachricht aller Lobbyisten parat und warnt vor voreiligen Schlüssel und mahnt weiteren Forschungsbedarf an, weil doch „nur“ in Naturschutzgebieten geforscht wurde.

Aber Leute, SELBST DORT, wo Eure Horrizide nicht direkt versprüht werden, ist das ganz große Sterben angesagt.

Es ist zum Kotzen.

Und wir schauen dem Sterben der Erde derweil per Smartphonebildschirm zu.

Wird jemals der Punkt erreicht, an dem mehr als die Wenigen den Kopf heben, um den Tatsachen ins Gesicht zu blicken?

(Quelle: http://www.tagesspiegel.de/wissen/studie-dramatischer-insektenschwund-in-deutschland/20472776.html )


17. Oktober 2017
Ich liebe Kapitalismus!
OMG des Tages:
H&M verbrennt in Dänemark seit mind. 2013 jährlich durchschnittlich 12 Tonnen (jawohl 12.000 Kg!) Klamotten, mutmaßlich, weil Recyceln teurer ist… so schildert es ein TV-Bericht des Dänischen Senders TV 2.

12. Oktober 2017
Zahl des Tages: 145.000 neue Arbeitsplätze in D
Bis 2030 könnten durch den Umstieg auf Elektromobilität 1450.000 Arbeitsplätze entstehen, so die aktuelle Studie der European Climate Foundation (ECF). An der Studie haben auch Vertreter von Daimler, BMW und VW mitgearbeitet. Anders als pessimistischere Studien bezieht diese Studie andere Branchen mit ein – sowie die Tatsache, dass der benötigte Strom ja nicht wie das Öl aus Saudi Arabien etc. stammt, sondern in Deutschland hergestellt würde.
Mein Point of View: Klingt prima, vergisst aber vollkommen, dass es nicht darum gehen kann, jeden Verbrennungsmotor 1:1 gegen einen Akku-Motor auszutauschen. Es braucht eine Verkehrswende und in diesem Sinne: Weniger private PKWs. Und Leute, ich freu mich drauf: Was man allein mit den unendlichen Parkplatzflächen in der Stadt machen könnte… Für flexible Mobilität und eine lebenswerte Stadt!

10. Oktober 2017

OMG/Frage des Tages… von AutoBILD:
„Warum also hämmern einem Fahrradfahrer bei voller Fahrt aufs Autodach, während man sie überholt?“

Nun, ich persönlich nehme lieber meinen Haustürschlüssel und strecke meinen Arm nach links aus (Scherz) – Fakt ist: 1,5 Meter Sicherheitsabstand ist die vielleicht am meisten unbekannte Verkehrsregel aller Verkehrsregeln unter Autofahrern – und so riskiere ich täglich mein Leben zwischen Nicht-Abstandhaltern, aufgehenden Autotüren und ankündigungslos einparkenden SUV-Fahrern. In solchen Situationen hat ein Autofahrer allenfalls einen Blechschaden zu befürchten. Ich bringe mein Leben ein. Ein Auto ist ein verdammt mächtiges Instrument. Viele können mit dieser Macht nicht umgehen.

PS: Wie kann es sein, dass eine Zeitschrift so einen Schwachsinn abdruckt?

3. Oktober 2017

Zahl des Tages:

„Die 15 größten Schiffe der Welt stoßen im Jahr so viele Schadstoffe aus wie 750 Millionen Autos.“

So zu lesen in den Greenpeace Nachrichten… und: „Die Weltflotte umfasst 90.000 Fracht- und Personenschiffe“.

(Quelle: 04/2016. S. 7)

 


28. September 2017

Zahl des Tages: 76.600 neue Arbeitsplätze, 10.000 Menschenleben

„Wenn alle Metropolen Europas mit dem 26%-Fahrradanteil von „Kopenhagen gleichziehen… würden, könnten … im ökologischen Verkehrssektor [europaweit] 76.600 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.“

Aufgrund der entfallenden Umweltbelastung und der Reduzierung von Unfällen würden auf diese Weise laut Greenpeace jährlich rund 10.000 Menschen gerettet.

(Quelle: Greenpeace Magazin 4/2014)

 


26. September 2017

Der OMG des Tages:

„Ich glaube nicht, dass Hurricane Harvey Gottes Strafe für Houston ist, weil sie eine lesbische Bürgermeisterin gewählt haben. Aber das ist immer noch glaubwürdiger als ‚Klimawandel‘.“

(Trump-Anhängerin und US-Kolumnistin Ann Coulter, zitiert auf Stern Online

www.stern.de/panorama/weltgeschehen/in-houston-geht-mehr-unter-als-die-stadt–wie-die-flut-die-politische-ignoranz-offenbart-7599178.html )

 


25. September 2017

Zahl(en) des Tages:

Pro Jahr gibt es in Hamburg allein aufgrund des Autoverkehrs durchschnittlich 31 Tote durch Unfälle, minimal 36 Lärmtote, mindestens 70 NOx-Opfer, 333 Feinstaubtote. Davon losgelöst gibt es in Hamburg jährlich 12 Tote durch Gewalt.
Letzteres ist schlimm. Aber es ist auf seine Weise ebenfalls furchtbar, dass sich über die 31 Unfallopfer sowie die weiteren 36+70+333 Toten kaum niemand wirklich aufgregt, kaum darüber berichtet wird und diese Menschen sozusagen „Wohlstandsopfer“ sind, die man hinnimmt.

Die Tatsache, dass so massiv auf Autos gesetzt wird, bedeutet allein in Hamburg statisch gesehen folglich 470 Todesopfer jährlich.

Wir können das viel besser! Für eine Verkehrswende im Sinne des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und Greenpeace:

https://www.vcd.org/der-vcd/ziele/

https://www.greenpeace.de/…/ene…/mobilitaet/fahrt-ins-gruene

Quelle der Zahlen: Frank Drieschner: „Die ungezählten Toten“. in: DIE ZEIT 17.8.2017, Hamburg-Teil, S. 4ff.

 


19. September 2017

Zahl des Tages:

„In den Jahren 2000–2013 hat sich die durchschnittliche Pendelstrecke um rund 2 Kilometer erhöht. Für jeden Einzelnen sind 2 Kilometer überschaubar – für die deutschen Verkehrswege bedeutet es jedoch rund 22 Milliarden zusätzliche Personenkilometer.“

Rechnet das mal um in: Atemluft.

Quelle: Ehl, David: „Wohnst du noch oder pendelst du schon“ in: Perspective Daily, 18.9.2017

 


10. September 2017

Zitat des Tages, by Naomi Klein:

„Was unser Klima braucht, um nicht zu kollabieren, ist ein Rückgang des Ressourcenverbrauchs durch den Menschen; was unser Wirtschaftsmodell fordert, um nicht zu kollabieren, ist ungehinderte Expansion. Nur eines dieser Regelsysteme lässt sich verändern, und das sind nicht die Naturgesetze.“ (Die Entscheidung. Kapitalismus vs. Klima. 2015, S. 33)

Und was wir noch brauchen: Menschen, die nicht mehr auf die Politik warten, sondern handeln. Der Satz „Gehts der Wirtschaft gut, ist das auch gut für die Menschen“ ist nie falscher gewesen als heute.

 


2. September 2017

Zahl des Tages:

Der „Hurrikan-Spezialist beim US Zentrum für Atmosphärenforschung [Kevin Trenberth] schätzt, dass ‚etwa 30 Prozent der Regenmassen [von Harvey] durch menschlichen Einfluss zustande gekommen sind'“ (Pötter, Bernhard: „Wie viel Erwärmung in der Katastrophe?“ in Taz, 1.9.2017, S. 2)

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